Nichtmonotones Schließen

Aus International Center for Computational Logic
Wechseln zu:Navigation, Suche
Toggle side column

Nichtmonotones Schließen

Die Schlussweise klassischer Logiken (z.B. Prädikatenlogik 1. Stufe) ist monoton, d.h. kann man eine Formel F aus einer Formelmenge M schlussfolgern, so folgt F auch aus jeder Obermenge von M.

Das Nichtmonotone Schließen beschäftigt sich mit Schlussweisen, die diese Monotoniebedingung nicht erfüllen. Dies kann zum Beispiel verwendet werden, um Standard-Annahmen (z.B. „Pakete werden kostenlos versandt, solange nichts anderes angegeben ist.“), Regeln mit Ausnahmen („Vögel können üblicherweise fliegen, Pinguine aber nicht“) oder Prioritäten zwischen Regeln (Bundesgesetze übertrumpfen Landesgesetze) modelliert werden.

Das Forschungsgebiet beschäftigt sich mit der formalen Modellierung nichtmonotoner Schlussweisen, deren Analyse bis hin zu Implementierungen und Anwendungen, z.B. in der Wissensrepräsentation, Logikprogrammierung, juristischem Schließen oder dem Verstehen natürlicher Sprache.

Wissenschaftliche Mitarbeiter